Duisburg

Duisburg: Böller auf Polizeiautos – 110 Einsätze an Halloween

Duisburgs Polizei meldet 110 Halloween-Einsätze. In Neumühl flogen Böller auf Polizeifahrzeuge. Sechs Menschen kamen insgesamt in Gewahrsam.

Von Meldelage Redaktion
Symbolbild zum Beitrag: Duisburg: Böller auf Polizeiautos – 110 Einsätze an Halloween

Mit Feuerwerkskörpern beworfene Polizeifahrzeuge, Eierwürfe und sechs Menschen in Gewahrsam: Die Duisburger Polizei hat eine vorläufige Bilanz der Halloween-Nacht gezogen. Bis Sonntag, 1. November, um 1 Uhr zählte sie 110 Einsätze mit direktem Halloween-Bezug.

In Neumühl wurden nach Polizeiangaben Einsatzfahrzeuge mit Feuerwerkskörpern beworfen. Dabei wurde niemand verletzt, auch Sachschäden entstanden nicht. Im Stadtgebiet flogen zudem Eier in Richtung von Polizeikräften und Mitarbeitenden der DVG.

In Hochfeld stellte die Polizei vermehrten Pyrotechnikeinsatz und größere Menschenansammlungen fest – auch im Bereich der mobilen Videoüberwachung an der Pauluskirche. Die Einsatzkräfte kontrollierten Personalien und erteilten Platzverweise.

Auf der Siechenhausstraße wurden aus einer Gruppe heraus mehrere Feuerwerkskörper gezündet. Laut Polizei blieb auch dort niemand verletzt. Die Beamten nahmen drei Personen in Gewahrsam, sicherten Beweismittel und fertigten mehrere Strafanzeigen.

Am Hochheider Markt sollen Personen versucht haben, mit Böllern eine Schaufensterscheibe zu beschädigen. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung ein. Am Bürgermeister-Bongartz-Platz kontrollierten Einsatzkräfte nach dem Zünden von Feuerwerkskörpern 25 Personen und erteilten ihnen Platzverweise.

Bei Fahrzeugkontrollen fielen außerdem ein E-Scooter und ein Fatbike auf. Gegen einen Jugendlichen leitete die Polizei Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und fehlenden Versicherungsschutzes ein; den E-Scooter stellte sie sicher. Einem jungen Erwachsenen untersagte sie die Weiterfahrt mit einem Fatbike, das ohne Treten 20 km/h erreichte. Auch gegen ihn läuft ein Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Insgesamt meldete die Polizei für das Halloween-Geschehen 17 Strafverfahren, vier Ordnungswidrigkeitenverfahren, sechs Ingewahrsamnahmen und 50 Platzverweise. Sie war mit verstärkten Kräften im Einsatz.

Separat berichtete die Polizei über eine Versammlung gegen Krieg und Sozialabbau in Hamborn mit rund 200 Teilnehmenden. Diese verlief weitgehend störungsfrei. Wegen einer nach Polizeiangaben strafrechtlich relevanten Parole eines Teilnehmers ermittelt der Staatsschutz.

Quelle: Polizei Duisburg