Kempen

Kempen: Studentin seit 1988 vermisst – Polizei sucht Gruppe und Briefverfasser

Dagmar Knops verschwand 1988 in Kempen. Ermittler suchen eine unbekannte Gruppe und die Verfasser anonymer Briefe. 5.000 Euro Belohnung sind ausgelobt.

Von Meldelage Redaktion
Symbolbild zum Beitrag: Kempen: Studentin seit 1988 vermisst – Polizei sucht Gruppe und Briefverfasser

Seit 1988 fehlt von Dagmar Knops aus Kempen jede Spur. Jetzt haben Staatsanwaltschaft Krefeld und Polizei Mönchengladbach die Ermittlungen wieder aufgenommen. Sie vermuten ein Tötungsdelikt und suchen insbesondere eine bislang unbekannte Gruppe sowie die Person hinter zwei anonymen Briefen. Für entscheidende Hinweise sind 5.000 Euro Belohnung ausgelobt.

Die damals 22-jährige Studentin verschwand in der Nacht vom 28. auf den 29. März 1988 nach einem Kneipenbesuch in der Kempener Altstadt. Sie hatte die Semesterferien bei ihren Eltern verbracht und mit Freunden das inzwischen nicht mehr bestehende Lokal „Lichtblick“ besucht. Gegen 22.15 Uhr ging sie allein. Der Heimweg zum Elternhaus war nur etwa 350 Meter lang – doch dort kam sie nie an. Eine Leiche wurde nicht gefunden.

Besonders interessieren sich die Ermittler für Jugendliche oder junge Erwachsene, die beim Verlassen des Lokals auf einer Bank in dessen Nähe gesessen haben sollen. Wer diese Menschen waren, konnte bislang nicht geklärt werden. Die Behörden hoffen auf Personen, die sich noch an die Gruppe oder andere Einzelheiten aus jener Zeit erinnern.

Eine weitere Spur sind zwei anonyme Briefe aus den Jahren 2005 und 2008. Darin wurden angebliche Ablageorte der Leiche genannt. Umfangreiche Suchen blieben erfolglos. Dennoch bitten die Ermittler die Verfasserin oder den Verfasser, Kontakt aufzunehmen: Die Angaben könnten möglicherweise neue Ermittlungsansätze liefern.

Bereits 2006 war der Fall erneut untersucht worden, ohne ihn aufzuklären. Nun soll auch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ bei der Zeugensuche helfen. Für Mittwoch, 4. November, ist die Vorstellung des Falls durch eine Ermittlerin im Studio angekündigt. Auch Hinweise, die früher unbedeutend erschienen, können nach Einschätzung der Behörden relevant sein.

Hinweise nimmt die Polizei Mönchengladbach unter 02161-290 oder per E-Mail an MK.Knops.Moenchengladbach@polizei.nrw.de entgegen. Die Staatsanwaltschaft Krefeld hat 5.000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgelobt, die zur Ergreifung der für die mutmaßliche Tat verantwortlichen Person führen. Bilder und weitere Angaben zum Fall veröffentlicht die Polizei Mönchengladbach auf ihrer Internetseite.

Quelle: Staatsanwaltschaft Krefeld und Polizei Mönchengladbach