Marl
Marl und Recklinghausen: Mehr Polizei nach Bränden und Böllerwürfen
Nach Mülltonnenbränden und Pyrotechnik-Würfen verstärkt die Polizei ihre Präsenz in Marl und Recklinghausen. Niemand wurde verletzt.

Nach brennenden Mülltonnen und Würfen mit Feuerwerkskörpern verstärkt die Polizei ihre Präsenz in Marl und Recklinghausen deutlich. Jugendgruppen hatten laut Polizei an zwei Abenden mehrere Einsätze ausgelöst. Verletzt wurde niemand. Wer für welche Verstöße verantwortlich ist, wird noch ermittelt.
Am Samstagabend, 17. Oktober, sollen Jugendliche in Marl-Hüls Feuerwerkskörper geworfen haben – auch gegen ein Feuerwehrfahrzeug. Außerdem wurde nach Polizeiangaben eine Mülltonne angezündet. Am Montagabend, 19. Oktober, brannte in Marl erneut eine Mülltonne. In der Recklinghäuser Innenstadt warfen Jugendliche laut Polizei Pyrotechnik unter anderem in ein Einkaufszentrum.
Die Einsatzkräfte kontrollierten an den beiden Abenden insgesamt mehrere Dutzend Jugendliche, nahmen ihre Personalien auf und erteilten Platzverweise. Danach beruhigte sich die Lage jeweils; weitere Einsätze blieben aus. Bei zwei Jugendlichen fanden die Beamten am Montagabend in Recklinghausen nach eigenen Angaben illegale Pyrotechnik. Beide wurden zur Wache gebracht. Die Polizei leitete gegen sie Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz ein. Nach den Vorfällen wurden außerdem Verfahren wegen Widerstands und Sachbeschädigung durch Feuer eingeleitet.
Mit den vor Ort angetroffenen Jugendlichen führt die Polizei Gespräche über mögliche Folgen ihres Verhaltens. Auch Verbote, bestimmte Bereiche zu betreten, werden geprüft. Die verstärkte Präsenz soll weitere Störungen verhindern und ein schnelles Eingreifen bei Straftaten ermöglichen.
Die Polizei stimmt sich dazu eng mit der Stadt Marl ab. Die Vorfälle fließen auch in die laufenden Vorbereitungen für die Halloween-Nacht ein. In den vergangenen Jahren hatten Polizei und Stadt dafür gemeinsam Maßnahmen entwickelt. Die vergangene Halloween-Nacht verlief laut Polizei weitgehend friedlich und ohne größere Vorkommnisse.
Quelle: Polizei Recklinghausen


