Marl

Marl und Recklinghausen: Polizei erteilt nach Böllerwürfen 70 Platzverweise

Nach Böllerwürfen verstärkt die Polizei Kontrollen in Marl und Recklinghausen. 70 Platzverweise, 15 Strafverfahren – weitere Maßnahmen an Halloween geplant.

Von Meldelage Redaktion
Symbolbild zum Beitrag: Marl und Recklinghausen: Polizei erteilt nach Böllerwürfen 70 Platzverweise

Nach Böllerwürfen und brennenden Mülltonnen verstärkt die Polizei ihre Kontrollen in Marl-Hüls und der Recklinghäuser Innenstadt. Gemeinsam mit dem Kommunalen Ordnungsdienst überprüften Einsatzkräfte in den vergangenen Tagen zahlreiche Menschen. Die Bilanz: 70 Platzverweise und 15 eingeleitete Strafverfahren. Nicht alle festgestellten Verstöße hängen laut Polizei mit den Böllerwürfen zusammen.

Auslöser waren mehrere Einsätze wegen Jugendgruppen vor rund einer Woche. Nach Angaben der Polizei wurden dabei Feuerwerkskörper geworfen und Mülltonnen angezündet. Seither sind die Einsatzkräfte vor allem abends und bis in die Nacht an bekannten Treffpunkten, auf öffentlichen Plätzen und in Wohnvierteln unterwegs. Auch Hinweise aus der Bevölkerung fließen in die Kontrollen ein.

Überprüft wurden vor allem Jugendliche. Ein Schwerpunkt lag auf jungen Menschen, die mit E-Scootern oder Fatbikes unterwegs waren. Neben den Platzverweisen sprach die Polizei gegen zwei Personen Bereichsbetretungsverbote aus. Acht festgestellte Ordnungswidrigkeiten wurden angezeigt.

Seit Beginn der verstärkten Maßnahmen hat die Polizei nach eigenen Angaben keine größeren Ansammlungen und keine Böllerwürfe aus Gruppen heraus mehr festgestellt. Die Kontrollen dauern dennoch an.

Zugleich grenzt die Polizei die Vorfälle ausdrücklich von anderen Ermittlungen ab: Die Explosion an einer Straße in Marl und die schweren Gewaltdelikte der jüngsten Vergangenheit stehen laut Polizei nicht mit den aktuellen Störungen durch Jugendgruppen in Verbindung.

Auch in den kommenden Tagen sollen zusätzliche Kräfte vor Ort bleiben. Für Halloween bereiten die Polizei und die Stadt Marl gemeinsam weitere Maßnahmen vor. Dabei sollen sowohl die aktuelle Lage als auch Erfahrungen aus vergangenen Jahren berücksichtigt werden.

Quelle: Polizei Recklinghausen